Fanø Golf Links – wir spielen in Dänemark auf einem wunderbaren Dünenplatz

Fanø Golf Links - wir spielen in Dänemark auf einem wunderbaren Dünenplatz

Golf in Dänemark auf der Insel Fanö – und das auf einem der schönsten Plätze. Für uns der schönste überhaupt. Der Abstecher nach Fanö ist für die erste Dänemark-Tour vielleicht etwas ungewöhnlich. „Schuld“ daran ist, dass ich bei der Reiseplanung auch nach möglichen Golf-Plätzen recherchiert hatte, denn wir wollten auf unserer Fahrt auch ein paar mal zum Golfen gehen.

Eher zufällig bin ich dann auf den Fanö Golf Links gestoßen und die Webseite hat uns beide so beeindruckt, dass wir diesen Platz unbedingt spielen wollten. Uns so hat es uns eben zum ersten (aber sicher nicht letzten) Mal auf die Insel Fanö verschlagen.

Heute nun wollten wir diesen traumhaften Platz dann auch spielen, das Wetter schien passend und wir waren am Vortag auf dem Weg zum Feldberg Strandcamping bereits am Golfplatz vorbeigefahren und uns vorab informiert.

Also schnell noch der übliche Womo-Morgen-Ablauf Frühstück (mit frischen Brötchen aus dem Supermarkt), aufräumen, heute noch erweitert durch Spülen und Ver- und Entsorgen und auschecken und wir konnten zum Golfplatz starten.

Golf in Dänemark: Fanö Golf Links – der etwas andere Platz

Vor Ort dann noch ein paar Halfway-Brötchen und Getränke eingepackt, die Greenfee im wunderschönen Clubhaus in den Briefkasten geworfen und die Badges ausgefüllt und schon standen wir am Abschlag zur – wie sich in den nächsten Stunden herausstellte – schönsten unserer bisherigen Golfrunden.

Golf in Dänemark Fanö Golf Links
Laut Wikipedia ist Platz der älteste noch existierende Golfplatz Dänemarks und einer der vier schönsten Plätze des europäischen Festlandes.
Für uns war/ist der Platz einfach total anders als alle, die wir bisher gespielt haben.
Das anders fängt schon am Abschlag an, denn die Abschläge sind jeweils auf den Dünen und da auf Dünen kein kurzes Gras ist, schlägt man eben von Matten ab. Dies stört aber nicht wirklich, da man ja ohnehin vom Tee abschlägt.

Mattenabschläge in den Dünen: Golf in Dänemark Fanö Golf Links

Anders ist aber auch der Blick über die traumhafte Landschaft, den man bei jedem Abschlag, aber auch beim Ballsuchen auf und in den Dünen (das etwas andere Rough), genießen kann. Anders ist auch, dass der Platz zwar wirklich gepflegt, aber aus Naturschutzgründen etwas naturbelassener und auch weniger gedüngt ist. Während man sonst genau weiß und sieht wo man hinschlägt, ist auch dies hier Ungewohnt anders. Häufig verbergen Dünen den direkten Blick aufs Grün und so gibt es nur hohe Signalpfosten, die dem Spieler die Richtung zum Ball weisen. Da man ohne Blick aufs Grün ja auch nicht sieht, ob der vorhergehende Flight das Grün bereits verlassen hat, gibt es hier ebenfalls gut sichtbare Signale, die man beim Betreten bzw. Verlassen des Grüns jeweils hochziehen oder herablassen muss.

Die überall buddelnden Kaninchen kannten wir schon vom Campingplatz, auf dem Golfplatz scheinen sie sich ebenfalls sehr wohl zu fühlen und so kann es schon mal passieren, dass ein Ball in einem der riesigen Kaninchengänge fliegt, auf die man beim Laufen auch achten muss. So ist Golf in Dänemark – auf einem Dünenplatz.

Blindes Grün mit Ampelsignal: Golf in Dänemark Fanö Golf Links
Anders ist sicher auch, dass man diesen Platz schon wegen des Windes und der anderen äußeren Gegebenheiten sicher nicht in der Erwartung eines neuen Traumscores spielen darf und auch lieber mal einen Ball aufgibt als bei der Suche zu viel Natur zu zertreten.
Der Platz ist einfach ein traumhaft schönes und vor allem auch extrem entspannendes und erholsames Erlebnis. Absolut empfehlenswert und jeden Cent der 50 Euro Greenfee wert.

Was bedeutet „Links Golf“ ?

Nein, Links kommt nicht von der linken Seite, auch nicht von linksrum spielen oder ähnlichem. Mit dem Begriff Links bezeichnen die Golfer einen Golfplatz direkt am Meer. Das Wort geht zurück auf das englische „to link“ – auf deutsch „verbinden“. Der Links-Platz verbindet das Meer mit dem Land und liegt zwischen Stand und fruchtbaren Land weiter in Inneren, also genauso wie der Fanö-Platz in den Dünen. Das Spiel auf einem solchen Platz ist gekennzeichnet durch meistens viel Wind, trockene sandige Böden und für Küstenfans eine fantastische Aussicht.

Trockenes Wetter, fast bis zum Schluss

Anders ist aber leider auch das Wetter so direkt an der Nordseeküste und drum empfiehlt sich hin und wieder ein Blick Richtung Himmel – der sich leider ab Loch 15 immer stärker verdunkelte und an Loch 17 fielen dann auch die ersten Regentropfen. Wir haben es jedoch noch einigermaßen trocken zurück ins Womi geschafft, bevor es dann so richtig schüttete, während wir die warme Dusche im Clubhaus genossen haben.

Gerne hätten wir die Nacht im Womo am Clubhaus des Golfplatzes genossen, doch laut Aussage des freundlichen Herrn, der zur Kontrolle des Clubhauses vorbeigekommen war, muss man auf der Insel auf einem Campingplatz übernachten.

Da wir morgens ja bereits ausgecheckt, bereits am Golfplatz geduscht hatten und am nächsten Vormittag zeitig in Richtung Fähre aufbrechen wollten, überlegten wir kurz, evtl. einen anderen Stell-/Campingplatz anzufahren. Schlußendlich haben wir die Nacht dann doch am gleichen Stellplatz wie die vorhergehende verbracht – und den Campingplatz-Chef etwas verwirrt, als wir doch wieder vor seiner Einfahrt standen.

Den Versuch mit dem Film haben wir uns heute übrigens gleich gespart und sind beide schnell eingeschlafen.

 

 

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2 Kommentare


  1. Hej, gute Beschreibung! Ich bin seit ca. 10 Jahren Mitglied! Die Natur diese Platzes genießen ist für mich immer wieder ein Erlebnis. Die Lerchen und die Kuckucke trällern um die Wette. Die Schiffe fahren in der Ferne durch die Dünen!

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    1. Hallo,
      oh cool, dazu wohnen wir (leider) ein wenig zu weit weg.
      So werden wir halt weiter versuchen, unsere Urlaubsplanung irgendwie mit Fanö verknüpfen, um den Platz mal wieder genießen zu können 🙂

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