3. Teil des Wohnmobil Reiseberichts Dänemark – von der Insel Fanö an den Ringköbing Fjord

3. Teil des Wohnmobil Reiseberichts Dänemark - von der Insel Fanö an den Ringköbing Fjord

Am Abend zuvor hatten wir uns trotz der anstrengenden, langen Golfrunde auf dem Platz in Fanø zum Strand aufgemacht und einen Spaziergang unternommen.

 

Farvel Fanö

‚Farvel‘ ist dänisch für ‚Auf Wiedersehen‘. Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht starteten wir mit einem leckeren Frühstück in den neuen Wohnmobil-Reisetag. Praktischerweise gibt es direkt auf der anderen Straßenseite des Feldberg Strandcamping Platzes einen kleinen, aber gut sortierten Supermarkt und so holte ich dort frische Boller und Rundstykker, während Björn das Frühstück im Womi vorbereitete. Das sind leckere dänische Brötchen. Vor der Abfahrt nutzten wir nochmals die Gelegenheit zum Duschen, Spülen und Ver- und Entsorgen am Campingplatz.

 

Hier nochmal ein kurzes bewegtes Bild von den Fasanen, die uns am Campingplatz bis an die Türe hin besucht haben.

Von Fanö nach Esbjerg

Schweren Herzens, aber mit dem festen Vorsatz, auf alle Fälle wieder mal hierher zu kommen, sind wir nach einem kurzen Abstecher an den befahrbaren Rindby-Strand in Richtung Hafen gefahren. Immerhin erleichterte uns das kühle und regnerische Wetter den Abschied von der Insel Fanö.

Der befahrbare Strand in Rindby auf Fanø in Dänemark
Der befahrbare Strand in Rindby auf Fanø
Regnerisch verabschiedet uns die Insel Fanö. Hier der Blick vom Fährhafen Nordby auf Fanö in Richtung Industrieanlagen von Esbjerg.
Regnerisch verabschiedet uns die Insel Fanö. Hier der Blick vom Fährhafen Nordby auf Fanö in Richtung Industrieanlagen von Esbjerg.

Am Hafen war fast nichts los und so konnten wir gleich mit der nächsten Fähre nach Esbjerg übersetzen. Die Überfahrt dauert 12 Minuten, das lohnt sich gerade mal zum kurz aussteigen und vom Oberdeck die Aussicht genießen. Man sieht übrigens die großen Industrieanlagen von Esbjerg auch von Fanö schon ziemlich gut. Noch ein kleiner Tipp zur Fähre – am Samstag ist diese in der Saison für Wohnmobile und Gespanne fast doppelt so teuer wie an den anderen Wochentagen, wer also nicht unbedingt am Samstag fahren muss, kann rund 50 Euro sparen.

Esbjerg – vor allem die Gegend am Hafen mit vielen Industrieanlagen – ist dann der totale Kontrast zur schönen, entspannten und eher „naturbelassenen“ Insel Fanö. Darum haben wir das extrem graue und industrielle Esbjerg mit unserem Wohnmobil schnell hinter uns gelassen und sind in Richtung Varde und dann zur Westküste weitergefahren. Die Route ist Teil der berühmten Margeritenroute, einer abseits der Hauptstraßen entlang führenden Ferienstraße durch ganz Dänemark. Das Wetter war leider weiterhin ziemlich grau und feucht, dennoch tat dies unserer Urlaubsstimmung keinen Abbruch.

Henne Strand und Kindheitserinnerungen

Björn hatte als Kind einige Urlaube in Ferienhäusern in Henne Strand verbracht und mich mit seinen Erzählungen vom „Fünf-Freunde-Haus“, dem Bernsteinschleifer und vor allem Købmand Hansen so neugierig gemacht, dass wir dort unbedingt einen Zwischenstopp einlegen wollten. Wir parkten unser Mietwohnmobil auf dem großen Parkplatz am Ortsende und starteten zur Tour durch den Ort. Und obwohl sich in den letzten Jahren viel verändert hatte, konnte Björn mir auf unserem Spaziergang durch den Ort doch noch so einiges zeigen.

Henne Strand ist fast ausschließlich Touristenort, und in den Ferienzeiten überfüllt mit Besuchern. Dennoch war es nach all den Jahren wieder schön, eine Runde durch den Ort zu drehen und zu sehen, was sich in 30 Jahren so alles verändert hat. Im Endeffekt ist Henne Strand eine lange Straße, links und rechts gesäumt mit Geschäften und Lokalen. Außenrum liegen viele Ferienhäuser in den Dünen. Die Straße endet am großen Parkplatz direkt vor dem (nicht befahrbaren) Strand.

Wie auf den Bildern zu sehen, hat uns das Wetter nicht besonders willkommen geheißen. Aber für einen typischen dänischen Hotdog hat es gereicht.

Doch wir wollten ja weiter Richtung Ringkøbing und so machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Wohnmobil und versüßten uns unterwegs das trübe Wetter noch mit leckeren Dänischen Hotdogs und zu guter Letzt noch mit leckerem Eis mit vielen bunten Streuseln. Zurück im warmen und trockenen Wohnmobil haben wir dann aber doch noch den eine Weile den Ausblick auf Meer und Strand genossen.

Holmsland Klit und Søndervig

Und schon ging es mit dem Wohnmobil wieder weiter Richtung Norden, von Henne Strand über Nymindegab und Hvide Sande erst mal nach Søndervig. Der Holmsland Klit ist die Landzunge, die den Ringkøbing Fjord vom Meer trennt. Auf halber Höhe gibt es bei Hvide Sande eine Zugbrücke für die Schiffsdurchfahrt in den Fjord. Es ist eine der schönsten Abschnitte der Fahrt. Ab Nymindegab am südlichen Ende des Fjords beginnt das „eigentliche“ Dänemark Look&Feel, die Dünenlandschaft an der Küste. Am nördlichen Ende des Fjords liegt der Ferienort Søndervig, wo wir im Supermarkt noch fürs Abendessen einkaufen wollten.

Dummerweise war mir aber am Ortseingang von Söndervig das große Schild „Steakhouse“ der Beachbowl-Anlage ins Auge gestochen und so trafen wir die (folgenschwere) Entscheidung, der Wohnmobil-Küche heute einen Ruhetag zu gönnen und das Angebot und die Preise im Steakhouse zu testen. Das Beachbowl ist ein Freizeitzentrum für Familien mit Minigolf, Bowling, Billard und einem großen Restaurant. Die Speisekarte klang vielversprechend und die Preise waren zwar etwas höher als in Deutschland, aber noch im Rahmen. So gab es heute dann Spareribs und Steak zum Abendessen. „Folgenschwere“ Entscheidung übrigens deswegen, weil es so lecker schmeckte, dass ein Besuch des Steakhouses mittlerweile traditionell zu einem Stopp in Ringkøbing bzw. Søndervig dazu gehört.

Nach dem Essen startete Björn das Wohnmobil zur letzten kurzen Etappe des Tages, es ging nach Ringkøbing, wo wir am Stellplatz am Yachthafen noch einen schönen Platz zum Übernachten bekommen haben. Müde und vor allem satt sind wir in unsere Wohnmobilbett gefallen.

Dazu in Kürze mehr zur wunderschönen Stadt Ringkøbing.

Die erste Übernachtung auf dem wunderschönen Stellplatz am Hafen in Ringköbing mit dem Leihwohnmobil.
Die erste Übernachtung auf dem wunderschönen Stellplatz am Hafen in Ringköbing mit dem Leihwohnmobil.

 

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