Tag 5: Golf auf den Klippen von Étretat

Golf Etretat
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So schön der Ausblick auf den Hafen von Fécamp war, so unruhig war auch unsere Nacht. Da der Stellplatz direkt an der Straße zu den Lagerhallen auf dieser Seite des Hafen ist, war der Fahrzeuglärm in aller Frühe schon sehr merklich und hat uns nicht ruhig ausschlafen lassen. Und, man glaubt es kaum, die Möwen haben mit ihrem Geschrei dem Fahrzeuglärm mächtig Konkurrenz gemacht. Wir nutzen das frühe Wachsein zu einer schnellen Abreise, steht doch ein Highlight auf dem Programm. Nach einem kurzen Frühstück werfen wir den Diesel an und schauen noch schnell zum Fischladen. Leider ist uns die nächste Frischfischportion nicht vergönnt, der Laden macht erst 2 Stunden später auf. Wir gehen also wieder an Bord und verlassen Fécamp in Richtung Süd-Westen.

Schwierige Anfahrt zum Golfplatz

Nach einer halben Stunde Fahrt erreichen wir die enge, verkehrsreiche Straße im Zentrum von Étretat. Unser Ziel ist der Golfplatz von Étretat, der direkt oberhalb der berühmten Klippen liegt. Die Hauptstraße ist mit Autos links und rechts zugeparkt und für Womi sehr eng. Das Navi führt uns zur Auffahrt zum Golfplatz, die wir aber erst einmal verpassen und eine Runde zum Umdrehen fahren müssen. Ungläubig, ob die gut versteckte Einfahrt wirklich der Weg zum Parkplatz ist, trauen wir uns trotzdem in den schmalen Weg einzubiegen. Ein kurzer aber reichlich enger Serpentinen-Weg führt den Hügel durch den Wald hinauf. Es ist einer jener Wege, auf denen um Himmels willen jetzt keiner entgegenkommen möge. Wir haben Glück und stehen oben direkt vor parkenden Autos und einem Herren, der uns kopfschüttelnd und mit wilden Gesten zu verstehen geben möchte, dass wir hier besser nicht weiter Richtung Parkplatz fahren sollen. Aus dem Augenwinkel sah ich beim Passieren des Clubhauses einen kleinen Schotterparkplatz hinter dem Gebäude. Also Rückwärtsgang und mit Spiegel und Rückfahrkamera den Weg ein Stück zurück, um den Ausweichplatz zu nutzen, der wohl fürs Ausladen bei Anlieferungen gedacht ist. Später beim Zurückkommen war der Platz aber auch mit PKWs gefüllt, also müssen wir uns gar nicht schuldig fühlen.

 

Wer denkt an den Score bei solchen Ausblicken

Unser erster kleiner Orientierungsspaziergang lässt uns aber alle Mühen und Stress der Anreise vergessen. Der Golfclub liegt direkt oberhalb der berühmten Klippe von Étretat und man hat vom Clubhaus und den angrenzenden Abschlägen einen unglaublichen Ausblick auf das Küstenpanorama. Wir freuen uns auf die Golfrunde und werfen uns in die passenden Klamotten. Nach dem Check-in haben wir auch noch Glück und nutzen eine Lücke in den Abschlagzeiten, so dass uns weder vor uns noch hinter uns andere Golfer beim Genießen stören.

 

 

Beim Einlochen an den Greens sind wir dann doch eher abgelenkt, aber was interessieren schon ein paar Schläge mehr, wenn man so einen Panoramablick dabei hat? Die Golfrunde führt uns immer wieder nah an die Klippen und gibt den Blick frei auf die Postkartenmotive an der Küste. Bei mehreren Löchern haben wir auch Zuschauer, die den direkt an der Klippenlinie verlaufenden Wanderweg gehen und zuschauen, wie wir manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Umweg unsere Golfbälle in Richtung Grün befördern.

Nach 4 1/2 Stunden und ca. 12 km sind wir wieder zurück am Clubhaus und überglücklich nach der tollen Runde mit grandiosem Ausblick. Wir fallen in die Sitze im Womi und verlassen nach einer kurzen Pause den Parkplatz. Und auch dieses Mal haben wir Glück: Keiner kommt uns auf der engen Abfahrt zur Hauptstraße entgegen. Für einen Stadtbummel und eine Besichtigung der Sehenswürdigkeiten haben wir an diesem Tag keine Energie mehr und verschieben dies auf morgen. Wir fahren ein klein wenig landeinwärts und schlagen unser Nachtlager im Camping L’Aguille Creuse in Les Loges auf. Nach den Übernachtungen an Stellplätzen brauchen wir wieder ein wenig Infrastruktur und füllen zum Beispiel unseren Wassertank wieder auf.

Zum Abendessen wollen wir heute endlich mal Grillen. Da leider die Gaskartuschen statt beim Grill noch zu Hause im Keller liegen, kommt heute unser Einweg-Grill zum Einsatz, der schon seit unserer allerersten Womo-Reise an Board ist. Nach anfänglichen Rauchwolken hat er auch tapfer gegrillt und wir konnten lecker essen.

 

Wie wir am folgenden Tag die große Hafenstadt Le Havre besuchen und wie die Fahrt durch die Normandie nach der Überquerung der Seine-Mündung weitergeht, erfahrt ihr in Kürze.

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1 Kommentar


  1. Danke für euren tollen Bericht. Ein Traum für jeden Golfer!!!!

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