Tag 16: Moules Frites zum Au Revoir in Larmor Plage

Moules Frites, das Nationalgericht

Die Umgebung war nicht besonders aufregend, aber wir haben den Abend und die Nacht ohne Lärm verbracht. Von unserem Übernachtungsplatz in Nevez an der Südküste der Bretagne starten wir mit ein wenig Traurigkeit den Rückweg nach Hause. Nach einem Zwischenstopp an einem Riesen Leclerc Supermaché in der Nähe von Lorient wollen wir noch einmal ans Meer und entscheiden uns für den Strand von Larmor Plage. Es ist nicht ganz einfach, einen Parkplatz für Womi zu finden. Auf einem PKW-Parkplatz in Strandnähe parken wir etwas abenteuerlich rückwärts ein und wandern in Richtung Wasser.

Larmor Plage gefällt uns auf Anhieb sehr gut, wir spazieren an der Strandpromenade entlang. Es ist klar ein Ziel für den Familienurlaub am Meer, einige Familien tummeln sich am Strand und auf den Spielplätzen. Der Hunger treibt uns ein wenig und wir entscheiden uns für ein Lokal mit Blick aufs Meer, dem „L’Espadrille“. Und so kommen wir am letzten Tag in der Bretagne noch in den Genuss des Nationalgerichts: Moules Frites, also Muscheln mit Pommes. Birgit traut sich, ich nicht ganz und bestelle einen großen Salat. Aber natürlich probiere ich auch, als der große Kochtopf mit den schwarzen Muschelschalen und orange-farbenem Fleisch auf den Tisch kommt. Für Birgit ein klares „Oui“, von mir „geht so“. In größerer Menge könnte ich die nicht essen.

Nach einem weiteren kleinen Spaziergang starten wir Womi und fahren auf immer größer werdenden Straßen in Richtung Rennes. Die Autobahn wird dann auch bald kostenpflichtig und wir investieren in die Gebühren am Automaten. Je weiter wir nach Osten fahren, desto wärmer wird es auch wieder und wir erinnern uns an die ersten beiden Tage der Reise, wo es in Womis Schlafzimmer sehr warm war in der Nacht. Gegen 20 Uhr ist es an Zeit, einen Übernachtungsplatz zu finden. Mittlerweile sind wir ca. auf halber Strecke zwischen Rennes und Le Mans in der Région Pays de la Loire. Dank App finden wir einen interessanten Platz und steuern das kleine Städtchen St.-Jean-sur-Mayenne an. Wir sind überrascht: ein toller Stellplatz mit durch Hecken abgetrennten Plätzen unter Bäumen und einem großen Grüngelände direkt an einem kleinen Fluss. An der Flussmole liegen tatsächlich kleinere Boote. Der Stellplatz ist auch ein Übernachtungsplatz für Flussfahrer. Eine Ver- und Entsorgungsanlage kommt gerade gelegen, unsere Tanks zu entleeren bzw. nochmal zu füllen.

Der Abend ist gemütlich, obwohl es schon wieder sehr warm im Auto geworden ist, und die Nacht verbringen wir sehr gut. Dieser Stellplatz ist wirklich eine Empfehlung für die Durchreise, man könnte aber auch ein paar Tage hier verbringen. Wir haben allerdings nicht recherchiert, was es hier in der Umgebung gibt. Die Reise geht weiter an Paris und Reims vorbei, bis wir am Abend in Karlsruhe an einem nicht besonders schönen Stellplatz am Rhein ankommen und bald einschlafen. Die restliche Route bis nach Hause ist unspektakuläre Autobahnfahrt.

 

Mautstelle im Süden von Paris
Mautstelle im Süden von Paris

Und so endet eine wunderbare 16-Tage-Tour an der Nordküste Frankreichs entlang. Gestartet sind wir bei Dunkerque im Pas-de-Calais, ein Stückchen durch die Picardie, dann durch die Normandie mit tollen Klippen und Hafenstädten und schließlich im Westen durch die Bretagne mit felsigen Klippen und Steinhäusern.

Allen unter Euch, die fleißig mitgelesen haben, vielen Dank für Euren Besuch auf Womi-on-Tour und bis bald! Ich hoffe, wir konnten Euch Lust und Laune machen auf den Norden Frankreichs. Hinterlasst gerne Eure Meinungen in den Kommentaren!

 

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2 Kommentare


  1. Hallo Birgit,
    danke für das Feedback! Freut uns, dass du mitgelesen hast.
    Viele Grüße von Björn und Birgit!

    Antworten

  2. Hallo Birgit,

    danke für den Link, den du mir hast zukommen lassen. Euer Bericht ist klasse und in Gedanken bin ich mitgefahren. Toll geschrieben und sehr schöne Fotos. Ihr habt viele schöne Orte bereist und viel gesehen in den 16 Tagen.

    Nette Grüße aus OF

    Birgit

    Antworten

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