10 ultimative Tipps fürs Wintercamping mit dem Wohnmobil

10 ultimative Tipps fürs Wintercamping mit dem Wohnmobil
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Überall liest man Tipps zum winterfesten Einmotten des Wohnmobils oder Wohnwagens während der Wintermonate. Wenn wir das sehen, freuen wir uns umso mehr, dass wir auch im Schnee wunderbar campen können. Wintercamping ist ultimativ gemütlich! Und hier haben wir unsere 10 ultimativen Tipps fürs Wintercamping mit dem Wohnmobil zusammengestellt.

Wer es genauer wissen will, der liest gerne unseren längeren Ratgeber mit Tipps zum Wintercamping.

1. Wasser in Tank und Leitungen bei Minustemperaturen

Der Feind eines jeden Wohnmobils (Wohnwagens): Wasser im Auto. Der noch größere Feind: gefrorenes Wasser in Leitungen und Tanks. Wer also auch im Winter die Wasseranlage betreiben möchte, muß darauf achten, dass die Heizung alle Bereiche des Fahrzeugs heizt, in denen Wasser läuft oder steht. Wer den Innenraum nur mit Heizlüftern heizt, wird sich wundern, dass irgendwann das Wasser unten abläuft, wenn das kälteempfindliche Sicherheitsventil (“Frostwächter”) öffnet. Oder wenn der Abwassertank durchgefroren ist. Lasst eure Heizung durchlaufen, auch wenn ihr nur kurz weg seid. Wenn die Temperaturen unter Null fallen, kann man auch ein klein wenig Salz oder Frostschutz in den Abwassertank geben (nicht den Frischwassertank!!). Viele Wintercamper lassen das Ablassventil des Abwassertanks dauerhaft offen und stellen einen Eimer zum Auffangen darunter, der regelmäßig geleert wird.

 

Wetterstation mit drei Funksensoren *

Eines unserer praktischsten Ausrüstungsteile. Mit dieser Wetterstation messen wir die Temperaturen an vier verschiedenen Stellen: Außentemperatur, Innentemperatur, Temperatur im Gefrierfach und im Kühlschrank. Die mitgelieferten drei Funk-Sensoren lassen sich dort platzieren, wo man die Temperatur (und auch die Luftfeuchte) messen möchte.
(ca. 52 €)

 

2. Gerne Landstrom

Batterien mögen es nicht so gerne, wenn es kalt ist. Dann sinkt die Kapazität und die Gefahr einer Schädigung der Batterie durch zu viel Stromentnahme wächst, auch wenn die Wohnraumbatterie(n) nicht wie beim PKW im Motorraum und damit in der vollen Kälte sind. Habt ihr die Chance, steckt Landstrom an euer Auto, besonders im Winter. Dazu kommt, dass Solaranlagen keinen Strom produzieren, wenn wie im Winter üblich weniger Sonne scheint oder wenn Schnee darauf liegt. Hier gilt: regelmäßig Schnee räumen.

 

3. Achtung, erhöhter Gasverbrauch

Es liegt auf der Hand: im Winter wird mehr Gas verbraucht als im Sommer. Die Heizung muss oft durchlaufen und tiefere Temperaturen ausgleichen. Dazu kommt, dass Campingfahrzeuge gewollt oder ungewollt so durchlässig sind, dass viel Wärme nach außen entweicht. Eine 11 kg Gasflasche hält erfahrungsgemäß zwischen 2 und 4 Tage bei Temperaturen um die Null Grad durch. Ein Hoch auf alle Besitzer einer Duo-Control-Anlage, die automatisch auf die zweite Flasche umschaltet, wenn die erste leer ist – was erfahrungsgemäß immer in der Nacht passiert. Sorgt also zeitnah für Ersatz und kalkuliert mit erhöhtem Verbrauch, damit es nicht zum unpassendem Moment kalt wird. Bei längeren Standzeiten gibt es auf manchen Campingplätzen die Möglichkeit, von außen eine größere Gasflasche ans Auto anzuschließen, wenn der Anschluss dazu da ist.

 

 

4. Safety first auch beim winterfesten Fahrzeug

Auch die Anreise und die Abreise zählen zum Wintercampen. Sorgt dafür, dass das Basisfahrzeug winterfest gemacht wird. Dazu zählen vor allem waschechte Winterreifen (ohne Wenn und Aber) mit dem Schneeflockensymbol. Prüft den Frostschutz für Kühler- und Spritzwasserflüssigkeit und checkt, ob Wischerblätter und Dichtungsgummis noch gut in Schuss sind. Wer sich nicht selbst zu helfen weiß, der sollte eine Werkstatt zu Rate ziehen, die das für wenig Geld für euch übernehmen. Wer wie wir trotz guter Winterausrüstung von tagelangem Schneefall in den Alpen überrascht werden, wird Schneeketten zu schätzen wissen. Wer also wirklich wintercampt, der sollte sich passende Ketten ins Auto packen. Immer wieder ist es außerdem vorgeschrieben, diese zumindest dabei zu haben.

5. Dran denken, das Auto ist außen eingefroren

Klingt erstmal komisch, aber all zu gerne vergisst man das, wenn man im warmen Auto sitzt. Alles was außen am Auto ist, wie Fenster, Klappen und Hekis sind möglichweise angefroren oder voller Schnee. Denkt daran, wenn ihr von innen ein Fenster aufmacht oder eine Luke öffnet. Die Gummis und Kunststofffenster sind hartgefroren bzw. ans Auto hingefroren und werden möglichweise beschädigt, wenn ihr sie mit Gewalt aufdrückt. Um Eiszapfen am Außenkamin der Heizung zu vermeiden, klemmt man einfach eine Wäscheklammer hin.

6. Richtig lüften

Besonders im Winter ist richtiges Lüften wichtig. Bei hohen Temperaturunterschieden zwischen drinnen und draußen kommt es leichter zur Kondensation von Feuchtigkeit an den Grenzflächen. Das sieht man oft an der Innenseite der Fahrerhausscheiben am Morgen, wenn die Jalousien geöffnet werden. Gerade dann heißt es, richtig lüften. Wissenswert ist auch, dass es in korrekt installierten Fenstern und Luken vorgeschriebene Zwangsentlüftungen gibt, wo es immer ein klein wenig zieht. Wie zuhause gilt auch im Wohnmobil: nicht dauerlüften, sondern in kurzen Phasen stoßlüften. Achtet auch darauf, dass die Luftzirkulation nicht blockiert wird und beispielsweise die Lüftungsschlitze hinter den Schränken oder am Bett nicht zugestopft werden. Sehr empfehlenswert ist auch die Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit einer Wetterstation.

 

 

Winterabdeckung für Kühlschrank-Lüfteröffnungen *

Im Winter macht es Sinn, solche Abdeckungen auf die Außengitter zu bauen. Es kommt trotzdem noch ein wenig Luft rein, allerdings reduziert sich auch der kalte Luftzug, der manchmal durch diese Öffnung am Kühlschrank vorbei nach innen zieht. Dran denken: oben soll die warme Luft wieder raus, auch im Winter. Hier darf kein Wärmestau entstehen. Und passt beim Bestellen darauf auf, dass die Maße stimmen. Hier haben wir unsere (oft auftretende) Größe 48 x 22,2 cm verlinkt, die wir im Winter verwenden.
(ca. 16 €)

7. Isomatten helfen, wo es kalt reinkommt

Im Wohnmobil gibt es Stellen, die besonders anfällig für kalte Zugluft oder allgemein Kältebrücken sind. Das Fahrerhaus zum Beispiel ist verhältnismäßig schlecht isoliert und lässt viel Wärme verloren gehen. Auch kann es bei viel Wind durch die Lüftung kalt hereinwehen. Einfache Abhilfe: Schaltet an der Ducato-Lüftung einfach auf Umluft, dann geht eine Klappe zu. Abhilfe schaffen Isoliermatten für die Scheiben oder gar ganze Isolierhauben, die man von außen über das Fahrerhaus stülpt. Wir persönlich mögen das nicht, versperrt uns die Matte die komplette (hoffentlich schöne) Aussicht. Aber man sieht dies häufig beim Wintercamping. Das kann jeder selbst entscheiden. Auch Isoliermatten, die man innen in den Fußraum des Fahrerhauses legt, haben wir schon gesehen.

8. So wird es warm im Bett

Wenn am Beginn einer Ausfahrt das ganze Auto noch durchgekühlt ist, und damit die Betten auch, wird es beim Einschlafen schnell kalt von der Unterseite der Matratze. Abhilfe schafft man schnell mit einer frisch warm gefüllten Wärmflasche. Wir haben aber eine noch elegantere Lösung gefunden: Wärmeunterbetten, die unter das Betttuch verlegt wird. Haben wir Landstrom, wird es in wenigen Sekunden kuschelwarm im Bett und die kriechende Kälte von unten ist Geschichte. Natürlich muss man sie vor dem Einschlafen ausschalten – oder eine Variante kaufen, die automatisch ausschaltet nach einer bestimmten Zeit.

 

9. Zusätzliche Ausrüstung für den Wintercamper

Fährt man im Winter zu Camping, dann wird auch ein klein wenig mehr Ausrüstung gebraucht. Wie beim PKW auch muß man an Eiskratzer und Kehrbesen für die Verschneiten Scheiben denken. Darüber hinaus ist aber auch eine kleine Schneeschaufel wichtig, um das Umfeld das Autos von Schneebergen zu befreien. Fürs Aussteigen oder auch das Wegfahren. Gern wird man nämlich vom Räumdienst des Platzes mit Schneebergen “zugeschoben”. Eine Teleskopleiter und ein langer Besen ist sicher auch nicht von Nachteil (siehe nächster Punkt). Wir benutzen auch einen flachen Plastikeimer für den Ablauf unseres Abwassertanks.  Und wie oben schon geschrieben, Schneeketten für die Antriebsachse gehören beim echten Wintercamping mit zur Ausstattung.

10. Vor der Abfahrt klar Schiff machen

Safety first, auch hier vor dem Wegfahren. Befreit euer Fahrzeug von den gröbsten Schnee- und Eismassen, gerade auch auf dem Dach. Dazu braucht man eine Leiter, die als Teleskopvariante zwar nicht billig, aber sehr praktisch und raumsparend ist. Scheiben gehören freigekratzt und Kondenswasser an der Innenseite der Scheiben gehört weggewischt. Denkt auch daran, alle Klappen zu schließen und nicht mit eingestecktem Landstrom loszufahren 🙂 Und nie vergessen: ihr fahrt einen 3,5+ Tonnen schweren Koloss, der auf schneeglatter Fahrbahn anders reagiert, als ein kleiner PKW.

 

Ich hoffe, euch helfen diese 10 Punkte für das perfekte Wintercamping-Erlebnis. Viel Spaß dabei !

Wer es noch genauer wissen möchte, der schaut bitte bei unserem Gratis-Ratgeber zum Wintercamping mit dem Wohnmobil rein.

 

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